Traditionelles Chen Style Taiji als Gesundheitssport


Chen-Stil Taijiquan gehört zu den ältesten bekannten Stilen des Taiji. Es verbindet weiche, fließende Bewegungen mit plötzlichen, explosiven Kraftentladungen (Fajin) und zeichnet sich durch Wechselwirkungen von Yin und Yang aus – also zum Beispiel Weich und Hart, Spannung und Entspannung, öffnende und schließende Bewegungen. Charakteristisch sind spiralförmige Bewegungen, kraftvolle Stellungen und das gezielte Training innerer Energie (Qi). Diese Elemente werden zum Beispiel in sogenannten "Formen", einer Abfolge von festgelegten Bewegungen mit verschiedensten Figuren geübt. Die Kampf- und Bewegungskunst dient gleichzeitig auch der Gesundheit, Meditation und Persönlichkeitsentwicklung.


Durch die Praxis wird der Fluss der Lebensenergie(Qi) und gleichzeitig auch der Blutfluss angeregt. Die Muskulatur wird bis in die Tiefe gestärkt und das ermöglicht uns, diese im Alltag mehr und mehr loszulassen. Dieses Stärken und Loslassen führt dazu, dass der Körper eine gesündere Struktur annimmt und somit durch falsche Haltung verursachte Schmerzen verschwinden können. Die vielen kreisförmigen Bewegungen können auch sehr positive Wirkung auf die Versorgung unserer Gelenke und die Dehnung unserer Muskeln haben. Im Taiji lernen wir unser Gleichgewicht wieder in Balance zu bringen und im Alltag wieder geerdet auf beiden Beinen zu stehen.
Durch die richtige Praxis gewinnt der Körper also an Kraft, Energieblockaden und Verspannungen lösen sich auf, man wird generell gelassener und beugt somit viele Krankheiten vor, welche mit Stress oder zu wenig Bewegung von Muskeln oder Gelenken zu tun haben.

Taiji ist eine Sportart welche von jungen Jahren bis ins hohe Alter ausgeführt werden kann und somit laden wir auch Menschen die nicht an der Kampfkunst interessiert sind herzlich ein, an einem kostenlosen Probetraining teilzunehmen.


Geschichte:
Chen Stil Taiji Quan ist einer der ältesten existierenden Taiji Stile. Dieser hat seine Wurzeln bei Chen Wangting, einem hochangesehenen General der Ming Dynastie. Nach dem Sturz der Ming Dynastie 1644 wurden diesem alle Titel und Ehrungen aberkannt und er erkannte daraufhin die Wertlosigkeit von weltlichen Errungenschaften.  Er wandte sich also nun Daoistischen Belehrungen und Praktiken zu und erfand daraufhin ein Kampfkunstsystem, welches dann bis zum heutig bekannten Chen Stil Taiji Quan immer weiter entwickelt wurde. Bei genauerer Untersuchung der Kampfkunst lassen sich auch Parallelen zu anderen Kampfkünsten wie Tonbeiquan und Shaolin Kung Fu schließen, von welchen Chen Stil Taiji Quan vermutlich auch mehr oder weniger inspiriert wurde.